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Nürnberg ist die Geburtsstadt der Lebkuchen. Schon vor 600 Jahren wurden sie dort nach besonderen Rezepten gebacken! Das kam daher, weil es rings um Nürnberg große Wälder – und in diesen tausende fleißiger Bienen gab, die den Honig dazu lieferten. Da drang nun eines Tages von der Burg die Kunde hinunter in die Stadt, dass des Kaisers Töchterchen
schwer
erkrankt war: Es lag still in seinem blauseidenen Himmelbett, mochte nicht lachen, nicht spielen und, was das Schlimmste war – es mochte nicht essen! Was sie ihm auch brachten auf seinem goldenen Tellerchen – nichts schmeckte ihm.
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So wurde es täglich schwächer und blasser und der Leibarzt des Kaisers wußte sich gar keinen Rat mehr. Der Kaiser
selbst aber, der die kleine Prinzessin von Herzen liebte, war tieftraurig und er versprach tausend
Goldgulden dem, der seinem einzigen Kind helfen könne. Nun lebte in Nürnberg ein braver, sehr
tüchtiger Lebkuchenbäcker, dem vor Jahren selber ein Töchterlein gestorben war. Seine kleine, goldlockige Elise hatte er nie vergessen können. |
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Er setzte mit einem Löffel kleine Teighäuflein auf ein Backblech und schob es voll freudiger Erwartung
in den Backofen. Aber – oh weh! Als er es wieder herauszog, waren die Häuflein alle ineinander
gelaufen, das Ganze sah hässlich und unappetitlich aus, und mit einem Messer mußte er es mühsam
vom Blech kratzen, so dass es lauter Bröckchen und Krumen gab. Die schmeckten zwar herrlich, aber
es war unmöglich, so etwas an den Kaiser zu schicken. Da ging der Meister traurig zu Bett...
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Seine kleine Elise aber
war längst ein Englein
geworden. Da hatte sie es
natürlich gut!
Sie setzte sich oft auf
eine weiche weiße
Wolke und segelte
damit – hoch droben
über die Erde. Dabei
zupfte sie manchmal
ein Stückchen von der
Wolke und steckte es
in den Mund: Das
schmeckte nicht süß
und nicht sauer, aber
es zerging so angenehm
mild auf der
Zunge. An diesem
Abend nun hatte das
Englein geholfen, die
Sterne blank zu putzen
für das nahe |
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Am anderen Morgen staunte der Lebküchner natürlich sehr. Er rief seine Frau und fragte: „Hast Du mir das Papier aufs Backblech gelegt? Das kann ich doch nicht mitbacken! Das Prinzesslein müßte es ja bei jedem Bissen erst wieder wegzupfen!“ Seine Frau hatte jedoch inzwischen das goldene Haar entdeckt. „Du“, sagte sie verwundert, „das glänzt wie die Locken unserer kleinen Elise!“ Am Ende hat sie die weißen Scheiben da gebracht? Lass‘ mal eine kosten!“ Und sie nahm eine und biss hinein. „Nein“, rief sie dann, „das ist kein Papier! Das schmeckt nicht süß und nicht sauer – aber es zergeht wunderbar leicht auf der Zunge. Das kannst Du bestimmt mitbacken!“

Der Lebküchner bestrich nun die runden Scheiben mit dem noch übrigen Teig – und richtig! – als er das Blech aus dem Ofen zog, lagen lauter runde, schöne Lebkuchen darauf, die so köstlich dufteten und schmeckten, dass der Meister überglücklich war! Er nahm eine runde Blechdose, bemalte sie hübsch bunt und schrieb in seiner schönsten Schrift darauf: „Elisen-Lebkuchen“. Dann legte er die feinen Lebkuchen hinein und schickte sie dem Kaiser für die kleine Prinzessin. Drei Tage vor Weihnachten erschien ein berittener Bote des Kaisers. Er war prächtig angezogen und alle Leute schauten neugierig aus den Fenstern.
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Er aber betrat das Haus des
Lebküchners und brachte
eine herrliche Nachricht: Die
kleine Prinzessin hatte von
den Lebkuchen gekostet und
sie hatten ihr so gut geschmeckt,
dass sie die ganze
Blechdose voll aufgegessen
hatte! „Seitdem“, sagte der
Bote, „geht es aufwärts mit
ihr! Aber sie möchte noch
mehr von den feinen Lebkuchen
– und auch der
Kaiser und der ganze Hofstaat
wollen davon essen!“
Er gab dem Lebküchner
tausend Goldgulden und der
versprach, eine ganze Kiste
voll Elisen-Lebkuchen zu
backen und an den Kaiser
zu schicken... Unser Lebküchner war damit ein gemachter Mann. Aus Freude darüber, dass ihm seine kleine Elise mit ihrer guten Idee so sehr geholfen hatte, schenkte er nun jedes Jahr zu Weihnachten den armen Kindern im Waisenhaus so viele Lebkuchen, dass sie sich richtig daran satt essen konnten. |
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Übrigens, das Bestellen funktioniert heute immer noch. Aber heutzutage können nicht nur Kaiser,
Könige und Edelleute die süßen Rundlinge aus Nürnberg genießen: Lebkuchen-Schmidt liefert feinste
Lebkuchen- und Gebäckspezialitäten rund um die Welt in nahezu jedes Land der Erde. Aus besten
Zutaten, mit Erfahrung, Können und ganz viel Liebe gebacken, sind sie ein erschwinglicher Genuss
für große und kleine Feinschmecker.





